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...und dennoch kann ich mich freuen!

“Denken – Fühlen – Malen” ist nun in Dresden angekommen

Abgelegt unter: Aktuelles — anita at 9:27 pm on Dienstag, Juni 15, 2010

Die Copaktiv – Tour der Unternehmen Sanofi-Aventis Deutschland GmbH/ Teva Pharma GmbH geht nach erfolgreichen Präsentationen 2009 in Berlin, Bonn, Hamburg und Frankfurt im vergangenen Jahr weiter. 2010 wurden die Werke nacheinander schon in Bayreuth, Ravensburg und Bochum gezeigt.
Am Mittwoch vergangener Woche gab es wieder ein Highlight. Man schrieb den 02. Juni 2010.
Die Wanderausstellung “Denken-Fühlen-Malen” ist in Dresden in der Uniklinik im MS-Zentrum angekommen.
Ich habe mich gefreut, dass ich es geschafft habe, trotz starker gesundheitlicher Beschwerden, an der Vernissage
teilzunehmen. Susanne Kempf hat der Ausstellung wieder einmal ein Gesicht gegeben. (Weiterlesen …)

Interview in: Aktiv mit MS

Abgelegt unter: Aktuelles, Presse — anita at 4:04 pm on Sonntag, Mai 9, 2010

Thema des Monats Mai: „Ich lasse mich von meinen Erfahrungen inspirieren“
05.05.2010
Anita Hermeling hatte schon als Kind den Traum zu schreiben. Erst viel später, als ihre MS-Erkrankung sie zwang, ihren Beruf als Büroangestellte aufzugeben, setzte sie diesen lange gehegten Wunsch in die Tat um. 2001 veröffentlichte sie ihr erstes autobiographisches Buch „Die andere Freiheit auf Rädern – mein Leben mit der MS.“ Es folgten diverse Romane und ein Gedichtband.
Frau Hermeling, Sie haben Ihren Jugendtraum, schriftstellerisch tätig zu werden, schon vor einigen Jahren verwirklicht und sind mittlerweile Autorin von mehreren Büchern. Wie kam es dazu?
Ich war an einem absoluten Tiefpunkt in meinem Leben angelangt. Die Krankheit hatte sich verselbstständigt. Die Angst, mich zu verlieren, wurde größer und größer. Reden mochte und konnte ich mit niemandem mehr. Das war der Augenblick, als ich mich in mein Zimmer verkroch und mir die Finger wund schrieb. Die Wut, die mir die Luft zum Atmen nahm und Bauchschmerzen verursachte, fiel aufs Papier. So füllte sich eine Seite nach der anderen in meinem Tagebuch. Papier ist geduldig, saugt auf, was man nicht laut zu sagen wagt. Ich klagte Gott und Mitmenschen an mit Worten hart wie Granit. Doch dann, als ich mir endlich alles von der Seele geschrieben hatte, trat die Wende in mein Leben. Ich wurde wieder offen für den normalen Alltag, ließ mir von meiner Psychologin bei den ersten Schritten helfen. Sie war es, die mich während eines Krankenhausaufenthaltes auf die Idee brachte, aus meinen vielen Tagebüchern ein Buch entstehen zu lassen. Ich machte mich daran, meine Lebensgeschichte zu verfassen, weil es sich gut und richtig anfühlte. (Weiterlesen …)

Anita Hermeling – Vortrag im Israelitischen Krankenhaus in Hamburg

Abgelegt unter: Aktuelles — anita at 6:04 pm on Freitag, Mai 7, 2010

Mittwoch, den 28.April 2010

Es war meine erste Veranstaltung seit Langem. Krankheitsbedingt war ich gezwungen, meine kreative Phase zu unterbrechen. Und so stellte sich bei mir starkes Lampenfieber ein, als ich in Begleitung meines Mannes die Autobahnabfahrt erreichte, die mich zum Israelitischen Krankenhaus führte. Ich kontrollierte ein letztes Mal meine Tasche. “Alles dabei? Nichts vergessen?” Aufatmen und ein befreiender Seufzer ließen mich ruhiger werden. Wir kamen an bei herrlichem Sonnenschein und setzten uns auf die Bank vor dem Krankenhaus. Ganz relaxed hatte ich den Eingang im Auge. Eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung hieß Dagmar Berghoff und Willkommen. Mein Mann schob mich in den Raum. Hell und freundlich zeigte er sich mir. Mein Blick streifte die leeren Stühle. Würden sie besetzt sein, wenn ich meinen Vortrag beginnen würde. Diese Sorge trage ich fast immer in mir und werde dann meisten angenehm überrascht. So auch dieses Mal. Der Raum füllte sich nach und nach. Das ist schön, das macht mir Mut! Dann weiß ich, es besteht Interesse an meinem Vortrag, an dem, was mir auf dem Herzen liegt.
Verwaltungsdirekter Volker Krüger eröfnete offiziell die Veranstaltung. Er freute sich über die vielen Gäste und war selber ein wenig aufgeregt. Ich fragte mich: “Warum eigentlich? Reicht doch, wenn ich es bin.” Insgeheim freute ich mich, einen Verbündeten zu haben. Dann begrüßte Dagmar Berghoff mich. Sie erzählte, dass sie mich in meinem Zuhause in Lindern aufgesucht hätte im Sommer letzten Jahres und mich eingeladen hätte, die Lesung im Israelitischen Krankenhaus zu halten. Es hätte ihr bei uns gefallen und ich konnte merken, dass sie auch meinte, was sie hier vortrug. Dann übergab sie mir das Wort. Und plötzlich fiel mir alles leicht. Ich war im Hier und Jetzt. Mein Vortrag, der natürlich meinen Weg der Krankheitsbewältigung beschrieb, aber auch Raum bot für eigene Gedanken zur Problembewältigung, kam an. Frau Berghoff meinte hinterher und sie räusperte sich dabei. Man finde sich oft selber wieder. Und genau das ist es, was ich mir wünsche. Dann weiß ich, so fühlt es sich auch für mich richtig an. Und dann darf ich nicht vergessen, es gab auch eine Vernissage. Meine Bilder, die ich in Acryl malte, gaben meine positive Grundstimmung wieder und ich freute mich über die positive Beurteilung der Kunstkenner. Müde aber sehr positiv eingestellt verließ ich nach dem Genuss der Fingerfoodangebote und der vielfältigen und anregenden Gespräche mit den Gästen und Gastgebern das Haus Richtung Hotel. “Die Unruhe und das Lampenfieber vorher muss wohl sein, damit es ein Erfolg wird”, dachte ich vor dem Einschlafen.

Ausstellung COPAKTIV nun in Bochum

Abgelegt unter: Aktuelles, Presse — anita at 5:03 pm on Samstag, Mai 1, 2010

Vom 11. Mai bis 1. Juni 2010 ist die COPAKTIV Ausstellung „Denken – Fühlen – Malen“ nach Bayreuth nun in Bochum zu sehen. Die rund 40 Malereien, Grafiken und Collagen von Menschen mit MS werden in den neuen Räumen der Studienambulanz der Neurologischen Klinik St. Josef-Hospital, Klinikum der Ruhr-Universität Bochum gezeigt. Die Ausstellung tourte bereits im letzten Jahr erfolgreich durch ganz Deutschland. Weitere Stationen sind Kliniken in Dresden und Bodnegg.

Professor Dr. Ralf Gold, Direktor der Klinik für Neurologie und Privat-Dozent Dr. Andrew Chan, leitender Oberarztsind sich einig: „Das Engagement und die Kreativität der MS-Betroffenen sind bewundernswert und vermögen viel Kraft zu vermitteln.“

In jedem Menschen stecken besondere Fähigkeiten, die manchmal erst durch ein unvorhergesehenes Ereignis zutage treten – wie z. B. die Diagnose MS – das zeigt die Ausstellungstour. In der Beschäftigung mit den eigenen Talenten liegt für Betroffene die Chance, sich selbst neu kennenzulernen und (wieder) Freude am Leben zu gewinnen. „Die Ausstellung soll zeigen, dass das Leben mit einer chronischen Erkrankung viele positive Seiten haben kann,“ sagt Susanne Kempf, die das Projekt ins Leben gerufen hat. „Wichtig ist es, sein Leben aktiv in die Hand zu nehmen, dann eröffnen sich meist neue Chancen“, so die Kuratorin und MS-Patientin weiter.

Aktiv mit MS – das Leben in der Hand behalten

Interessierte Besucher im Klinikum Bayreuth.

Für die meisten Betroffenen ist die Diagnose MS zunächst einmal ein Schock. Verlauf und Erscheinungsbild der Erkrankung können stark variieren und für Betroffene ist die weitere Lebensplanung schwierig. Der aktive Umgang mit der Krankheit kann dabei helfen, das Leben in der Hand zu behalten. „Sobald ich Pinsel und Farbe vor mir hatte, fielen die Ängste auf das Papier. Wenn mir ein Motiv gelang, wusste ich wieder wie Freuen ging. Das ist bis heute so geblieben“ sagt Anita Hermeling, die seit 1986 an MS erkrankt ist. Zusammen mit den Künstlerinnen und Künstlern der Ausstellung stellt sie der Erkrankung Aktivität entgegen.

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