Emszeitung
Schreiben wie eine Therapie – Zweites Buch von MS-Erkrankter Autorin aus Lindern
Lindern (tb) – Multiple Sklerose. Diese unheilbare Krankheit durchkreuzt die Lebensplanungen vieler Menschen. Vor nunmehr 30 Jahren ist Anita Hermeling aus Lindern mit dieser Diagnose konfrontiert worden. Schreiben und Malen helfen ihr inzwischen bei der Bewältigung des Alltags. Soeben hat sie ihr zweites Buch “Weg der Tränen – Wie Theresa ihr Glück fand” veröffentlicht.
Die Titelperson Theresa ist wie Anita Hermeling an MS erkrankt. Der Leser erlebt die unbeschwerte Kinder- und Jugendzeit von Theresa, darf teilhaben an deren Kümmernissen und ist schließlich wie die Betroffene selbst schockiert von der Diagnose MS. Der Rollstuhl steht bei Theresa vor der Tür, die Beschwerden werden immer schlimmer, und ihre Stimmung schwankt zwischen völliger Hoffnungslosigkeit und erster Zuversicht. Schließlich schafft sie es, mit Hilfe ihrer Familie, durch die Unterstützung von Fachkräften und durch kreatives Schaffen ihr Leben neu zu entdecken. Theresa findet ihr “Glück”.
Anita Hermeling versteht es, Theresas Schicksal einfühlsam und spannend zu schildern. Außerdem informiert sie den Leser über MS, nennt die wichtigsten Fakten und regt Betroffene an, eigene Fähigkeiten zu entdecken, um trotz der Krankheit zufrieden leben zu können. Das Buch empfiehlt sich somit auf mehrfachen Grund als lesenswert.
Erhältlich ist “Weg der Tränen – Wie Theresa ihr Glück fand” im Handel. Das gilt auch für das erste Buch der Autorin “Die andere Freiheit auf Rädern”, allerding nur noch in geringer Anzahl.