Sensible Schilderung eines Weges – Anita Hermeling bringt zweites Buch heraus – Aquarellausstellung in Löningen
Das Buch schildert den Lebensweg von Theresa. Die Frau ist an Multipler Sklerose erkrankt.
Lindern. Anderen Menschen Mut machen – das möchte Anita Hermeling aus Lindern mit ihrem neuen Buch “Weg der Tränen – Wie Theresa ihr Glück fand”. Die an Multipler Sklerose erkrankte Autorin hat bereits mit ihrem ersten Buch “Die andere Freiheit auf Rädern” viel positive Resonanz auf die Schilderung ihres eigenen Lebensweges und der Problematik dieser Krankheit erfahren.
Nicht nur das Schreiben von Büchern und das Malen von Aquarellen haben der dreifachen Mutter selbst Mut gemacht, die Krankheit zu akzeptieren und mit ihr zu leben. Auch die Unterstützung ihrer Familie hat Anita Hermeling stark gemacht.
In ihrem Zweitwerk spielt jedoch nicht mehr sie selbst die Hauptrolle, sondern Theresa, eine Frau, die ebenfalls an MS erkrankt ist. Mit kleinen Begebenheiten schildert Anita Hermeling sehr einfühlsam die Kindheit und Jugend der Protagonistin, ihr späteres Familienleben und den Umgang mit einer Krankheit, die ihr ganzes Leben verändert hat.
Nach Phasen der Wut und der Resignation kommt schließlich der Moment, in dem Theresa ihr Leben wieder in die Hand nimmt und sich nicht mehr ihrem Schicksal ergibt.
Die sensible Schilderung der Gefühlswelt Theresas machen das Buch äußerst lesenswert. Der Leser wird sanft an eine Krankheit herangeführt, die jeden unerwartet treffen kann und für die Betroffenen eine totale Umgestaltung des Lebens erfordert. Kleine Gedichte untermalen zusätzlich die Geschichte.
Neben dem frisch erschienen Buch gibt es momentan noch mehr von Anita Hermeling: 27 ihrer Aquarellarbeiten werden zurzeit in der Volksbank Löningen ausgestellt. Die Bilder, die hauptsächlich Blumen und Landschaften, aber auch Menschen und Gesichter darstellen, können sich Besucher bis Weihnachten während der Öffnungszeiten der Bank ansehen. Unterstützt wurde sie bei der Konzeption der Ausstellung besonders von Kunstpädagogin Doris Zoch und Galerist Volkmar Grigull.