Westfälische Nachrichten
Leben mit Multipler Sklerose
Anita Hermeling liest im Haus der Diakonie aus "Die andere Freiheit auf Rädern" vor
Anita Hermeling sagt viele Sätze, die ihren Zuhörern im Gedächtnis hängen bleiben. "Ich wusste gar nicht mehr wie sich Freude anfühlt" oder "Als es in mir ruhig wurde, habe ich angefangen, Ängste zu sammeln" sind zwei dieser Sätze.
Die 53-jährige leidet seit vielen Jahren an Multipler Sklerose (MS) einer chronisch verlaufenden Erkrankung des zentralen Nervensystems. Ihren Leidensweg aber auch ihren "Weg zurück ins Leben" hat sie in zwei Büchern festgehalten. Am Mittwochabend las sie im Haus der Diakonie aus ihrem Werk "Die andere Freiheit auf Rädern – Mein Leben mit der MS" vor. Der Besucherandrang zeigte, dass das Thema offensichtlich nicht nur direkt Betroffene und deren Angehörige interessiert. Und Hermeling schilderte tabulos, was sie erlebt hat…
Jahrelang hatte sie Tagebuch geführt. Diese Eintragungen zeigten, dass sich MS nicht bekämpfen ließ, man damit aber leben lernen könne. Der Grundstein für die Bücher. Heute sagt sie: "Ich habe mich durch die Krankheit positiv verändert. Ich war noch nie so selbstbewusst.
Von solchen Erfahrungen sollen nun, durch die Bücher andere Menschen profitieren. "Ich will Mut machen."
Im Anschluss an die Lesung hatte Anita Hermeling viele ihrer Bücher mit Widmungen zu versehen.
Westfälische Nachrichten Ausgabe Nr. 100