Schreibwettbewerb: Krankheitsbewältigung durch Schreiben
Der Bundesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) und der Frieling-Verlag in Berlin luden am Freitag, dem 9.Dezember 2005 zur Abschlussveranstalung des gemeinsam initiierten Literaturwettbewerbes "Krankheitsbewältigung durch Schreiben", für MS-Erkrankte und deren Angehörige in das renommierte Berliner Kleisthaus ein, um die Gewiner zu ehren.
Es galt aus über 150 Einsendungen die Gewinner auszuwählen. Schließlich standen 12 Autoren fest, deren Beiträge besonders ansprachen. Wobei man immer wieder betonen muss, jeder liest die Texte anders und bewertet sie anders. Es war äußerst schwer für die Damen und Herren, die Gewinner festzulegen. Jeder hatte seinen eigenen Favoriten. So kam unter anderem auch mein Beitrag "Meine Ängste fallen aufs Papier" in die engere Auswahl. Mir sagte jemand, und über diese Sätze habe ich mich sehr gefreut: " Ihnen ist mit „Meine Ängste fallen aufs Papier“ ein sehr Mut machendes, ehrliches und dazu noch sehr gut geschriebenes Stück Prosa gelungen, das gewiss vielen MS-Erkrankten aus dem Herzen spricht. Darüber hinaus hilft es aber insbesondere auch Menschen, die gesund sind, besser zu verstehen, wie viel Kraft und Mut es kostet, die Krankheit zu akzeptieren und das Leben neu zu gestalten."
Die drei ersten Siegertexte stammen von Frau Petra Hechler, Darmstadt/Hessen, Frau Birgit Bernhard, München/Bayern und Frau Brigitte Schlegel, Osterberg/Bayern. Die Namen der anderen Gewinner, soweit sie einer Veröffentlichung ihrer Namen zustimmten waren: Herr Gerhard Terwort, Münster/NRW, Frau Doris Rüb, München/Bayern, Frau Andrea Windhausen, Bergheim/NRW, Frau Anita Hermeling/Norddeutschland,Frau Connie Ruoff, Wiesbaden/Hessen, Frau Monika Krenn, Perlesreut/Bayern und Maximillian Heerlen, London/England.
Hintergrund der Aktion war das Bemühen des Bundesverbandes der DMSG und des Frielings-Verlages das Thema""Schreibtherapie" zu fördern. " Die Texte belegen sehr eindrucksvoll, wie ein Talent genutzt werden kann, sich selbst, aber auch anderen bei der Bewältigung des Lebens mit MS zu helfen. Es sind Geschichten, die Mut machen, sich nicht aufzugeben, sondern sich und anderen zu beweisen, dass das Leben wei-tergeht und dass es lebens- und liebenswert ist", so DMSG- Bundesgeschäftsführerin Dorothea Pitschnau-Michel. Es gab kurze Lesungen aus den Gewinnertexten, ein Trompetensolo, schließlich wurden Fotos gemacht und dann ging es zum gemütlichen Teil über. Bei Sekt und Brezeln wurden Kontakte geknüpft und die Veranstaltung klang langsam aus.
Mit vielen Eindrücken bin ich nach Hause gefahren. Es wird etwas dauern, bis ich alles realisiert habe. Zu viel stürmte auf mich ein. Ich werde zu einem späteren Zeitpunkt noch detailierter darüber berichten. In Kürze wird mein neues Buch erscheinen. Ich wünsche und hoffe, dass es mir und meinen Lesern neue Kraft gibt, dieses Leben mit der MS weiter zu leben und die Lebensfreude immer mehr an Volumen gewinnt, bei jedem von uns. Wenn mir dies mit meinem neuen Werk gelingt, bin ich sehr glücklich.