AnitaHermeling.de

...und dennoch kann ich mich freuen!

Ich möchte eine Brücke bauen
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Filed under: Aktuelles — anita at 10:24 am on Freitag, Dezember 29, 2006

Manchmal da beschleicht mich das Gefühl, das Leben dreht sich nur noch um gesunde und dynamische Menschen. Dann frage ich mich: “Und wo bleiben all die anderen, die nicht mehr so jungen und heilen Menschen, die diesem Zeit-Ideal nicht entsprechen?” Auch ich gehörte dieser Gruppe an und das schon seit vielen Jahren. Mittlerweile bin ich mit der MS, die mir nie von den Fersen wich, sich manchmal nur still verhielt, um dann umso härter wieder auf zu treten, einen weiten Weg gegangen.

Wenn mir vor 10 Jahren jemand gesagt hätte, ich würde schon bald Lesungen aus meinen eigenen Büchern halten, dann hätte ich ihm geantwortet: “Niemals wird das passieren! Ich sitze im Rollstuhl, besitze nicht die Begabung Bücher zu schreiben, habe Angst frei zu sprechen und mehr als 10 Menschen auf einem Fleck bescheren mir Schweißausbrüche und rasendes Herzklopfen!” Und doch mache ich heute genau das, vor dem ich so große Angst hatte.[inspic=10,right,fullscreen,thumb]

Ich schreibe, halte Lesungen aus meinen Büchern und spreche über mein Leben mit einer unheilbaren Krankheit, weil ich es mir in den Kopf gesetzt habe, eine Brücke zu bauen zwischen gesunden und kranken Menschen. Es ist nicht unmöglich, dass auch Sie einmal durch eine Krankheit oder einen Unfall plötzlich auf der anderen Seite sitzen und total deprimiert verzweifelt nach einem Weg aus dieser Krise suchen. Und deshalb mag ich nicht schweigen und erzähle einfach, wie es mir erging.
Meine Ängste entwickelten sich, als ein Gnom sich frech in mein erst 15 Jahre zählendes Leben schlich, und ich nicht auf ihn gefasst war.
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Münsterländische Tageszeitung
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Filed under: Aktuelles,Presse — anita at 10:22 am on Freitag, Dezember 15, 2006

Anita Hermeling liest aus ihren Büchern auf kfd-Adventsfeier

Wachtum(hb)-Die seit Jahren an Multiple Sklerose erkrankte Anita Hermeling aus Lindern war Gast auf der gut besuchten Adventsfeier der katholischen Frauengemeinschaft (kfd) Wachtum. Weiterer Gast war Pater Alois Greiler, der scheidende Pfarrer des Pfarrverbundes Vinnen-Lahn-Ahmsen-Wachtum.

Der Maristenpater ist fünf Jahre zuständiger Geistlicher der Wachtumer Kirchengemeinde gewesen. Zum 1.Januar wechselt er nach Rom zum Generalhaus, dem Internationalen Leitungshaus der Maristen, um dort eine wissenschaftliche Arbeit über die Geschichte des international tätigen Maristenordens zu beginnen.

[inspic=9,left,fullscreen,thumb]Anita Hermeling berichtete über ihre Krankheitsgeschichte, stellte einige ihrer Gemälde vor und las Passagen aus ihrem neuen Buch “Gold und Alabaster”, das vor einem Jahr erschienen ist.

Darin beschreibt die Autorin den Lebensweg und die spannende Familiengeschichte der 50-jährigen Charlotte Bergmann, die an Multiple Sklerose erkrankt ist. In ihrem ersten Buch, der Autobiographie “Die andere Freiheit auf Rädern”, das vor fünf Jahren erschien, beschreibt Anita Hermeling in bewegender Weise den Verlauf ihrer Krankheit und ihr Bemühen, den Lebensmut nicht zu verlierne und anderen Menschen über ihre Erfahrungen zu berichten.

In der kfd-Adventsfeier erzählte Anita Hermeling, wie sie neue Kraft gewann, indem sie zu schreiben und zu malen begann. (“Sobald ich Pinsel und Farbe vor mir habe, schalte ich meine Angst ab”) und wie sie sich wieder ihrem sozialen Umfeld zuwandte, dem sie mit der Verschlimmerung ihrer Krankheit eine Zeitlang den Rücken gekehrt hatte.

“Heute stehe ich mitten im Leben und nicht mehr daneben.” Das Schreiben hatte sie mit dem Verfassen von Tagebüchern begonnen.

Mit ihren Büchern möchte die in Lindern lebende Autorin anderen Menschen, “die so leiden müssen wie ich, wissen lassen, dass es einen Weg aus dieser depressiven Verstimmung gibt.” Gegenseitiges Akzeptieren sei wichtig, damit auf beiden Seiten der Mut für ein Miteinander wachse.

Münsterländische Tageszeitung, Samstag 23.Dezember 2006

Osnabrücker Nachrichten
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Filed under: Aktuelles,Presse — anita at 6:03 pm on Donnerstag, Dezember 14, 2006

[inspic=1,right,fullscreen,thumb]Sögel (tb) – Die an MS erkrankte Autorin Anita Hermeling aus Lindern berichtete auf der Generalversammlung der Sögeler Landfrauen über ihre Krankheit.

Sie schilderte eindrucksvoll den Beginn und den Fortlauf ihrer Krankheit und betonte, dass die Fähigkeit, den neuen Zustand anzunehmen, von großer Bedeutung sei. Nicht der “Gnom” müsse die Oberhand bekommen, sondern der “Engel”, der immer auch für recht glückliche Momente sorge.