Lingener Tagespost
Mit Malen und Schreiben die Krankheit bewältigen
Autorin Anita Hermeling beeindruckte mit ihren Darstellungen
Lingen: Mit 15 Jahren mischte sich die Krankheit zum ersten Mal erkennbar in ihr Leben ein. – Doch niemand hat sie seinerzeit richtig diagnostiziert.
“Zum Glück”, sagt Anita Hermeling heute, denn sonst hätte sie sicherlich nicht den Mut gehabt zu heiraten und drei Kinder zu bekommen. Beeindruckend schildert Frau Hermeling, seit ihrem 15. Lebensjahr an Multipler Sklerose erkrankt, ihren Lebens- und Leidensweg.
Ungewöhnlich ist die Atmosphäre im Ludwig-Windthorst-Haus (LWH). Wer einen theoretischen Vortrag über eine Krankheit erwartet hat, wird nach wenigen Minuten von sehr persönlichen Ausführungen überrascht.
Es bringt überhaupt nichts, sich zu verstecken, sich klein zu machen, damit man möglichst nicht gesehen wird. Es gilt mit einer Krankheit zu leben, die unterschiedlichste Erscheinungsformen hat und für vielfältige Einschränkungen im Alltag sorgt”, betont Anita Hermeling.
Es wird ganz still im Raum, und die Zuhörer lauschen gespannt den Erfahrungen der Autorin und Malerin, die das Schreiben und Malen als Ausdrucksform gefunden hat, um ihre Krankheit zu bewältigen. (Weiterlesen …)