Archiv der Kategorie: Presse

Rosinenschnecken, Ehefrust und Düwelstein

Emsländische Autoren lesen Kurzgeschichten in der Buchhandlung Bödiker. Nach einem Bericht von Kim Karotki : EL-Kurier am Sonntag, 30.1.2014

20141130 EL-KurierHaselünne(EL) – Über einen Kamm scheren lassen sich die emsländischen Autoren nicht. Von der naiven Ehefrau über den eigenbrötlerischen Rosinenschneckenfresser, bis zum geizigen Kaufmann der Haselünner Sagenwelt – so vielfältig wie die Themen ist auch der Erzählstil der drei Autoren, die in der Buchhandlung Bödiker im Rahmen der Aktion „Haselünne liest und singt“ ihre Lesehäppchen dem Publikum präsentiert haben.

„Ich richte alles liebevoll her. Paul soll sich wohlfühlen, wenn er mit seiner Aktentasche unterm Arm und dem Blumenstrauß in der Hand zu mir heimkommt.“ Die Autorin Anita Hermeling liest die Gedanken der Mitfünfzigerin, die auf ihren Mann wartet, halb empathisch, halb distanziert vor.
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„Freizeit Woche“

Nr. 21 – 18.Mai 2011 – Am 25. Mai ist Welt-Multiple-Sklerose-Tag
Thema der Woche: Die Krankheit mit den 1000 Gesichtern hat ein wenig von ihrem Schrecken verloren
Am 25. Mai ist Welt-Multiple-Sklerose-Tag
Die Diagnose der Multiplen Sklerose (MS) gleicht oft einem Puzzle. Doch selbst wenn der Verdacht sich erhärtet und Einschränkungen wie unüberwindbare Hindernisse erscheinen, ist ein aktiv gestaltetes Leben in Zuversicht möglich.
Sie wird nie mehr Wiener Walzer tanzen können. Denn sie sitzt im Rollstuhl. Doch Anita Hermeling 59) ist ein zufriedener Mensch: „Weil ich bewusster lebe. Ich weiß das Leben mehr zu schätzen als früher“, sagt die dreifache Mutter aus Lindern bei Cloppenburg. Bevor sie zu dieser Einstellung kam, musste sie zunächst ein schlimmes Tief durchleiden. Begonnen hatte die Talfahrt mit einer Schwarzwaldpuppe auf dem Kamin daheim – Anita Hermeling sah sie plötzlich doppelt. „Ich dachte zuerst, ich spinne“, erinnert sich die frühere Finanzbuchhalterin. Zudem fühlte sie sich oft so kraftlos. 34 Jahre ist das jetzt her.
Wegen der großen Müdigkeit war sie viele Jahre bei einem Heilpraktiker in Behandlung. Ohne Erfolg. Die Kraftlosigkeit begleitete sie noch lange – bis sie den Grund dafür erfuhr. „Freizeit Woche“ weiterlesen

Interview in: Aktiv mit MS

Thema des Monats Mai: „Ich lasse mich von meinen Erfahrungen inspirieren“
05.05.2010
Anita Hermeling hatte schon als Kind den Traum zu schreiben. Erst viel später, als ihre MS-Erkrankung sie zwang, ihren Beruf als Büroangestellte aufzugeben, setzte sie diesen lange gehegten Wunsch in die Tat um. 2001 veröffentlichte sie ihr erstes autobiographisches Buch „Die andere Freiheit auf Rädern – mein Leben mit der MS.“ Es folgten diverse Romane und ein Gedichtband.
Frau Hermeling, Sie haben Ihren Jugendtraum, schriftstellerisch tätig zu werden, schon vor einigen Jahren verwirklicht und sind mittlerweile Autorin von mehreren Büchern. Wie kam es dazu?
Ich war an einem absoluten Tiefpunkt in meinem Leben angelangt. Die Krankheit hatte sich verselbstständigt. Die Angst, mich zu verlieren, wurde größer und größer. Reden mochte und konnte ich mit niemandem mehr. Das war der Augenblick, als ich mich in mein Zimmer verkroch und mir die Finger wund schrieb. Die Wut, die mir die Luft zum Atmen nahm und Bauchschmerzen verursachte, fiel aufs Papier. So füllte sich eine Seite nach der anderen in meinem Tagebuch. Papier ist geduldig, saugt auf, was man nicht laut zu sagen wagt. Ich klagte Gott und Mitmenschen an mit Worten hart wie Granit. Doch dann, als ich mir endlich alles von der Seele geschrieben hatte, trat die Wende in mein Leben. Ich wurde wieder offen für den normalen Alltag, ließ mir von meiner Psychologin bei den ersten Schritten helfen. Sie war es, die mich während eines Krankenhausaufenthaltes auf die Idee brachte, aus meinen vielen Tagebüchern ein Buch entstehen zu lassen. Ich machte mich daran, meine Lebensgeschichte zu verfassen, weil es sich gut und richtig anfühlte. Interview in: Aktiv mit MS weiterlesen

Ausstellung COPAKTIV nun in Bochum

Vom 11. Mai bis 1. Juni 2010 ist die COPAKTIV Ausstellung „Denken – Fühlen – Malen“ nach Bayreuth nun in Bochum zu sehen. Die rund 40 Malereien, Grafiken und Collagen von Menschen mit MS werden in den neuen Räumen der Studienambulanz der Neurologischen Klinik St. Josef-Hospital, Klinikum der Ruhr-Universität Bochum gezeigt. Die Ausstellung tourte bereits im letzten Jahr erfolgreich durch ganz Deutschland. Weitere Stationen sind Kliniken in Dresden und Bodnegg.

Professor Dr. Ralf Gold, Direktor der Klinik für Neurologie und Privat-Dozent Dr. Andrew Chan, leitender Oberarztsind sich einig: „Das Engagement und die Kreativität der MS-Betroffenen sind bewundernswert und vermögen viel Kraft zu vermitteln.“

In jedem Menschen stecken besondere Fähigkeiten, die manchmal erst durch ein unvorhergesehenes Ereignis zutage treten – wie z. B. die Diagnose MS – das zeigt die Ausstellungstour. In der Beschäftigung mit den eigenen Talenten liegt für Betroffene die Chance, sich selbst neu kennenzulernen und (wieder) Freude am Leben zu gewinnen. „Die Ausstellung soll zeigen, dass das Leben mit einer chronischen Erkrankung viele positive Seiten haben kann,“ sagt Susanne Kempf, die das Projekt ins Leben gerufen hat. „Wichtig ist es, sein Leben aktiv in die Hand zu nehmen, dann eröffnen sich meist neue Chancen“, so die Kuratorin und MS-Patientin weiter.

Aktiv mit MS – das Leben in der Hand behalten

Interessierte Besucher im Klinikum Bayreuth.

Für die meisten Betroffenen ist die Diagnose MS zunächst einmal ein Schock. Verlauf und Erscheinungsbild der Erkrankung können stark variieren und für Betroffene ist die weitere Lebensplanung schwierig. Der aktive Umgang mit der Krankheit kann dabei helfen, das Leben in der Hand zu behalten. „Sobald ich Pinsel und Farbe vor mir hatte, fielen die Ängste auf das Papier. Wenn mir ein Motiv gelang, wusste ich wieder wie Freuen ging. Das ist bis heute so geblieben“ sagt Anita Hermeling, die seit 1986 an MS erkrankt ist. Zusammen mit den Künstlerinnen und Künstlern der Ausstellung stellt sie der Erkrankung Aktivität entgegen.

Hamburger Abendblatt

von Mensch zu Mensch
Anita Hermeling wird am 28. April, 16 Uhr, im Israelitischen Krankenhaus (Orchideenstieg 14) über ihre Krankheit und deren Bewältigung sprechen. Sie sitzt im Rollstuhl, hat seit Jahren MS, malt, schreibt Gedichte, Geschichten und hält ermutigende Vorträge.

Hamburg 21.04.2010

Sie zeigt uns Bilder aus Zeiten der Krankheit

Grevener Zeitung 06.09.2009

Anita Hermeling eröffnet Ausstellung im MCH

Greven: Ganz still wird es im Saal des Mathias-Claudius-Hauses (MCH) als Anita Hermeling mit ruhiger Stimme ihre Lebensbiographie vorträgt. Sie leidet an Multipler Sklerose (MS) und stellt im MCH ihre Werke aus. Die Malerei entdeckte sie als Therapie für sich. „Ihre Bilder in Acryl und Aquarelltechnik versprühen Farbenergie und strahlen Lebensbejahung aus“, erklärt Suse Jetter vom MCH. Die Bilder zeigen Blumen, Begegnungen und abstrakte Motive. Die Ausstellungseröffnung begleitete Anita Hermeling mit einer Lesung. Denn sie malt nicht nur, sondern schreibt auch Geschichten und Gedichte.rosi-bechtels-aufnahme-2-klein
Eine starke Frau sitzt dort im Rollstuhl, lässt ihr Leben Revue passieren. Doch bis sie zu dieser starken Frau wird, vergehen viele Jahre. Jahre voller Ängste, Zweifel. Sie zeigt uns Bilder aus Zeiten der Krankheit weiterlesen

Münstersche Zeitung

Matthias-Claudius-Haus
Starke Frau zeigt starke Bilder
Reckenfeld: Die Malerin Anita Hermeling aus Lindern stellt im Matthias-Claudius-Haus aus. Sie ist eine ungewöhnliche und starke Frau.
1986 wurde bei ihr Multiple Sklerose (MS) festgestellt – eine Erkrankung, die sie schließlich an den Rollstuhl fesselte. Am Sonntag, 6.September, lädt das Matthias-Claudius-Haus zur feierlichen ERöffnung der neuen Ausstellung mit den Werken von Anita Hermeling ein. Münstersche Zeitung weiterlesen

Westfälische Nachrichten

„Manchmal klopft die Angst an“

[Bild nicht gefunden]Reckenfeld – „ . . . und dennoch kann ich mich freuen!“ Ein Satz, der für die Künstlerin Anita Hermeling vielleicht zu einer Art Lebensmotto geworden ist. Bei der Malerin aus Lingen wurde 1986 Multiple Sklerose (MS) festgestellt – eine Erkrankung, die die Mutter von drei Kindern schließlich auch an den Rollstuhl fesselte. Doch sie suchte und fand einen Weg aus dieser schweren Lebenskrise: Westfälische Nachrichten weiterlesen

„Möchte allen kranken Menschen Beispiel geben“

Münsterländische Tageszeitung Nr. 152 – 27. KW

Anita Hermeling meistert Lebenskrise durch MS mit Malen und Schreiben-
Einladung nach Berlin ins Rote Rathaus
Lindern (ws) – Mit Malen und Schreiben und einer aktiven Lebensgestaltung heraus aus einer Lebenskrise: Das ist in den letzten 15 Jahren der in Lindern lebenden Anita Hermeling gelungen.Anita in ihrem Atelier Bei der Mutter von drei Kindern wurde 1986 Multiple Sklerose (MS) festgestellt, eine nicht heilbare Erkrankung des Nervensystems, die bei den daran Erkrankten unterschiedliche Krankheitsfolgen hat. Die 57jährige Büroangestellte zwang MS in den Rollstuhl.
„Ich wollte nicht zuhause sitzen, Däumchen drehen und meinen Alltag bestreiten. Ich bin kein Typ, der in Selbstmitleid zerfließt. Mitleid ist ein Wort, das ich nicht mag“, erzählt sie in einem MT – Gespräch.
Nachdem die Krankheit sie gezwungen hatte, ihren Beruf aufzugeben, begann sie zunächst auf sanften Druck von außen ihre Jugendträume zu erfüllen. „Möchte allen kranken Menschen Beispiel geben“ weiterlesen