„MS Welt“

Anita Hermeling und ihre Bücher zum Thema MS

Plötzlich war sie da, die Idee, die Anita Hermeling nicht mehr los ließ. Sie würde ein Buch schreiben! Es war, als wenn ein Engel in ihr Leben trat und sie dazu aufforderte – sagte uns die sympathische Autorin, die vor mehr als 20 Jahren die Diagnose MS erhielt.
[inspic=10,right,,100]Denn Anita Hermeling wollte anderen Menschen, die so leiden mussten wie sie, Mut machen, ihr Leben beherzt in die Hand zu nehmen. Dies wurde ihr während eines Krankenhausaufenthaltes bewusst, als sie in den nicht enden wollenden Nächten in ihren Tagebüchern blätterte. Sie steckten voller ungeweinter Tränen und einer Wut auf „Gott und die Welt“, die ihr arge Bauchschmerzen machte.

Ihr Leben war so anders verlaufen, als sie es sich erträumt hatte. Ihren Beruf als kaufmännische Angestellte musste sie aufgeben, weil die MS sich dreist in ihr Leben geschlichen hatte. Doch in einem schmerzhaften Prozess lernte sie nach vorne schauen, die depressive Stimmng abzulegen und ihr Schicksal anzunehmen. Das alles hatte sie auf unzähligen Seiten festgehalten. Es kribbelte in ihren Fingern, als sie in dieser Nacht im Traum ihr fertiges Buch vor sich sah. Noch während ihres Krankenhausaufenthaltes schrieb sie das Manuskript und schickte es auf die Reise.
So entstand im Jahre 2001 ihr erstes autobiographisches Buch „Die andere Freiheit auf Rädern – mein Leben mit der MS“. Ein Jahr später folgte „Weg der Tränen – wie Theresa ihr Glück fand.“ Ihr drittes Buch, der Romean „Alabaster und Gold“. erschien im vergangenen Jahr – wie die beiden ersten Bücher auch – im „Der Andere Verlag“. Seit einigen Jahren hält Anita Hermeling Lesungen aus ihren Büchern und referiert zu Themen wie „Habe Mut – lebe dein Leben“.

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Über Anita Hermeling

Bereits in sehr jungen Jahren erkrankte ich an Multiple Sklerose. Nach der Geburt meiner Tochter, das Jüngste meiner 3 Kinder. Mit ihr war unsere Familie komplett, 2 Jungs, 1 Mädchen und wir die Eltern. Doch das Glück währte nicht lange. Irgendetwas stimmte nicht mit mir, das spürte ich. Zwei bis drei Jahre lang suchte ich nach einer Erklärung, bis ein Arzt mich aufklärte. Die MS war in meinen Körper, in meine Familie, in unser Haus eingezogen. Die Krankheit zog mich immer mehr nach unten, körperlich und seelisch.Niemand glaubte mehr daran, dass ich mich aus diesem Sog befreien konnte. Da geschah das Wunderbare. Ich gewann an Lebensfreude und Energie und mein Körper machte mit. Freundinnen machten mich vertraut mit Hobbys, die ich sehr mochte. Das war der Anfang meiner "Karriere" als Malerin und Autorin. Eigene Ausstellungen und Lesungen halfen mir und Menschen, die so wie ich an dieser heimtückischen Krankheit litten, Mut und Energie neu zu entfachen. Drei Bücher zum Thema, sowie Gewinner - Geschichten .aus Wettbewerben sind aus meiner Feder entstanden. Die MS hielt still, solange nichts Negatives in mein Leben trat. Hier möchte ich vorläufig enden und genießen, was mir Positives geschah.