Anthologie „Menschen im Glück“ vom Elbverlag

menschen_kl.gif03. Juni 2009 – Mir fiel eine Geschichte ein für die Anthologie „Menschen im Glück“.Einfach so, und weil auch das Thema mich sehr rührte. Eine fast wahre Begebenheit; die Geschichte erzählt von einer behinderten jungen Frau, die von ihrem Mann von heute auf morgen verlassen wird, einfach weil eine chronische Krankheit nicht in sein Konzept passt. Doch sie trifft auf einen Mann, der seit Monaten am Krankenbett seiner Frau wacht, die im Koma liegt. Hört sich alles traurig an, aber es entwickelt sich ein phantastisches Glück, von dem niemand ahnen konnte. Mehr wird nicht verraten. Die Geschichte heißt:„Flieg kleiner Schmetterling flieg“
Ãœber 500 Autoren aus acht Ländern schickten einen Beitrag ein, wunderbare Geschichten, Haiku, Gedichte und Elfchen, aber nur 138 würden nach sorgfältiger Prüfung in dieser Anthologie vertreten sein. Das stand fest. Eine schwere Aufgabe wartete auf die Jury und die Damen und Herren hatten die Qual der Wahl. Ich durfte erfahren, dass mein Beitrag die Hürde schaffte. Gestern dann kam mein Bücherpaket und meine Augen wurden groß und ich konnte so viel Glück nicht fassen. Da schrieb man mir, ich hätte den Hauptpreis gewonnen. Der Reisegutschein, den ich in den Händen hielt, war bestimmt für die Autorin „Anita Hermeling„. Als ich dann noch las: „Herzlichen Glückwunsch und viel Freude und Glücksstunden im Harzer Schindelbruch“, da glaubte ich es auch und ich konnte meine Tränen nicht unterdrücken. Ich glaube, das nennt man „Glück“.

avatar

Über Anita Hermeling

Bereits in sehr jungen Jahren erkrankte ich an Multiple Sklerose. Nach der Geburt meiner Tochter, das Jüngste meiner 3 Kinder. Mit ihr war unsere Familie komplett, 2 Jungs, 1 Mädchen und wir die Eltern. Doch das Glück währte nicht lange. Irgendetwas stimmte nicht mit mir, das spürte ich. Zwei bis drei Jahre lang suchte ich nach einer Erklärung, bis ein Arzt mich aufklärte. Die MS war in meinen Körper, in meine Familie, in unser Haus eingezogen. Die Krankheit zog mich immer mehr nach unten, körperlich und seelisch.Niemand glaubte mehr daran, dass ich mich aus diesem Sog befreien konnte. Da geschah das Wunderbare. Ich gewann an Lebensfreude und Energie und mein Körper machte mit. Freundinnen machten mich vertraut mit Hobbys, die ich sehr mochte. Das war der Anfang meiner "Karriere" als Malerin und Autorin. Eigene Ausstellungen und Lesungen halfen mir und Menschen, die so wie ich an dieser heimtückischen Krankheit litten, Mut und Energie neu zu entfachen. Drei Bücher zum Thema, sowie Gewinner - Geschichten .aus Wettbewerben sind aus meiner Feder entstanden. Die MS hielt still, solange nichts Negatives in mein Leben trat. Hier möchte ich vorläufig enden und genießen, was mir Positives geschah.