Besuch von Dagmar Berghoff

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Dagmar Berghoff zu Besuch! Für Sonntag, den 16.08.09, hatte ich mich mit einer beeindruckenden Frau verabredet. Das Treffen sollte bei mir zu Hause stattfinden. Als es an der Tür klingelte, stand Dagmar Berghoff vor mir, die 23 Jahre lang Abend für Abend die Nachrichten im Ersten zu uns in die Wohnzimmer getragen hat.

„Ich bin hier richtig bei Anita Hermeling?“ Lachend bejahte ich ihre Vermutung, da ich im Rollstuhl sitzend problemlos zu erkennen bin. „Die Fahrt von Hamburg hierher über die Autobahn ist derzeit ein Abenteuer. Man gerät von einem Stau in den nächsten und pünktlich ankommen ist Glückssache“, erzählte sie. Ich konnte ihr nur zustimmen und gemeinsam gingen wir auf einen Kaffee in die Küche.

Im Laufe des Gesprächs kamen wir auf den eigentlichen Grund ihres Besuchs zu sprechen. Es ging um eine Einladung nach Hamburg am 28.04.2010, Uhrzeit 16.00Uhr im Israelitischen Krankenhaus, Konferenzraum 1 u. 2. Sie bat mich einen Vortrag zum Thema Krankheitsbewältigung zu halten und einige Kapitel aus meinen Büchern zu lesen. Eine kleine Ausstellung meiner Bilder solle das Program abrunden.

Nachdem wir uns über die Details verständigt hatten, machte Frau Berghoff sich wieder in Richtung Hansestadt auf. Zufrieden über den Ausgang des Gesprächs kann ich mir sicher sein: Die Veranstaltung in Hamburg wird gut organisiert sein, wenn ich im April Richtung Hamburg reise.

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Über Anita Hermeling

Bereits in sehr jungen Jahren erkrankte ich an Multiple Sklerose. Nach der Geburt meiner Tochter, das Jüngste meiner 3 Kinder. Mit ihr war unsere Familie komplett, 2 Jungs, 1 Mädchen und wir die Eltern. Doch das Glück währte nicht lange. Irgendetwas stimmte nicht mit mir, das spürte ich. Zwei bis drei Jahre lang suchte ich nach einer Erklärung, bis ein Arzt mich aufklärte. Die MS war in meinen Körper, in meine Familie, in unser Haus eingezogen. Die Krankheit zog mich immer mehr nach unten, körperlich und seelisch.Niemand glaubte mehr daran, dass ich mich aus diesem Sog befreien konnte. Da geschah das Wunderbare. Ich gewann an Lebensfreude und Energie und mein Körper machte mit. Freundinnen machten mich vertraut mit Hobbys, die ich sehr mochte. Das war der Anfang meiner "Karriere" als Malerin und Autorin. Eigene Ausstellungen und Lesungen halfen mir und Menschen, die so wie ich an dieser heimtückischen Krankheit litten, Mut und Energie neu zu entfachen. Drei Bücher zum Thema, sowie Gewinner - Geschichten .aus Wettbewerben sind aus meiner Feder entstanden. Die MS hielt still, solange nichts Negatives in mein Leben trat. Hier möchte ich vorläufig enden und genießen, was mir Positives geschah.