„EX – Miss Tagesschau“ lädt Anita Hermeling ein

Dagmar Berghoff zu Gast in Lindern – Vortrag und Bildschau geplant

Lindern (ws) – Prominenten Besuch hatte kürzlich die Linderner Malerin und Hobbyautorin Anita Hermeling: Die frühere Tagesschau – Sprecherin Dagmar Berghoff kam eigens aus Hamburg zum Kaffee und Gespräch mit der an Multiple Sklerose (MS) erkrankten 57-Jährigen nach Lindern in das Haus der Familie.Dagmar Berghoff zu Besuch!
Neben mehreren anderen ehrenamtlichen Aufgaben ist die bekannte Fernsehfrau auch Jahre nach ihrem Abschied vom Bildschirm Vorsitzende des Freundeskreises des „Israelitischen Krankenhauses“ in Hamburg, einer renomierten privaten Spezialklinik. So organisierte sie zum Beispiel im Dezember vergangenen Jahres eine Lesung von Weihnachtsgeschichten mit Jo Brauner und Wilhelm Wieben, ihren ehemaligen Arbeitskollegen.
Der Leiter der Klinik, Prof Layer, hatte Frau Berghoff auf die Aktivitäten und Arbeiten von Anita Hermeling aufmerksam gemacht. Sie hält Vorträge über ihre Lebenserfahrungen durch die Krankheit, hat inzwischen mehrere Bücher und Beiträge in Sammelbändern geschrieben und auch mehrfach überregional ihre Bilder in Ausstellungen gezeigt. So war sie vor einigen Wochen eine der ausstellenden Künstlerinnen auf dem ersten „Welt-MS-Tag“ im Berliner Rathaus.
Seit etlichen Jahren gelingt es der MS-Kranken durch Malen, Schreiben und einer aktiven Lebensgestaltung die Lebenskrise zu meistern, in die sie durch die Krankheit geraten war.
„Ich gehe an die Öffentlichkeit, um kranken Menschen ein Beispiel zu geben, dass man mit Mut und Willenskraft aus diesem Tal wieder hinauskommt“, erzählt sie im MT-Gespräch. „Frau Berghoff war der Meinung, dass das, was ich zu sagen habe, überaus interessant, spannend und hilfreich für Jedermann ist“. schildert sie das ebenso lockere wie interessante Gespräch beim Nachmittagskaffee auf dem heimischen Sofa in Lindern.
Münsterländische Tagesschau, Mittwoch, 9. September 2009

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Über Anita Hermeling

Bereits in sehr jungen Jahren erkrankte ich an Multiple Sklerose. Nach der Geburt meiner Tochter, das Jüngste meiner 3 Kinder. Mit ihr war unsere Familie komplett, 2 Jungs, 1 Mädchen und wir die Eltern. Doch das Glück währte nicht lange. Irgendetwas stimmte nicht mit mir, das spürte ich. Zwei bis drei Jahre lang suchte ich nach einer Erklärung, bis ein Arzt mich aufklärte. Die MS war in meinen Körper, in meine Familie, in unser Haus eingezogen. Die Krankheit zog mich immer mehr nach unten, körperlich und seelisch.Niemand glaubte mehr daran, dass ich mich aus diesem Sog befreien konnte. Da geschah das Wunderbare. Ich gewann an Lebensfreude und Energie und mein Körper machte mit. Freundinnen machten mich vertraut mit Hobbys, die ich sehr mochte. Das war der Anfang meiner "Karriere" als Malerin und Autorin. Eigene Ausstellungen und Lesungen halfen mir und Menschen, die so wie ich an dieser heimtückischen Krankheit litten, Mut und Energie neu zu entfachen. Drei Bücher zum Thema, sowie Gewinner - Geschichten .aus Wettbewerben sind aus meiner Feder entstanden. Die MS hielt still, solange nichts Negatives in mein Leben trat. Hier möchte ich vorläufig enden und genießen, was mir Positives geschah.