Über mich

Damit ihr euch ein Bild von mir machen könnt, verrate ich gerne auf dieser Seite die wichtigsten Details aus meinem Leben.
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Ich wurde 1952 geboren, bin verheiratet, habe 3 Kinder und mittlerweile 6 Enkelkinder, die mir den Alltag spannend gestalten und viel Freude bereiten. 1986 erhielt ich die Diagnose MS. Da war meine jüngste Tochter 2 Jahre alt. Bis dahin habe ich meinen Beruf als Büroangestellte gerne ausgeübt und der Alltag mit meinem Mann und meinen drei Kindern füllte mich aus. Doch schnell zwang mich die MS, den Beruf ganz aufzugeben. Neben all den Widrigkeiten bescherte mir die Diagnose jedoch auch einen positiven Aspekt. Ich besann mich auf meine Jugendträume und durch sanften Druck von außen, erfüllten sie sich auf wunderbare Weise.

„MS und Malerei“
Während eines Krankenaufenthaltes legte eine Freundin mir Malutensilien auf den Tisch. „Was soll ich damit? Ich kann das nicht!“ Doch sie drückte mir energisch, aber mit einem fröhlichen Augenzwinkern einen Pinsel in die Hand und sagte: „Ich komme morgen wieder!“ Ich betrachtete den Pinsel, den Farbkasten, das weiße Blatt Papier. Zuerst zaghaft, doch schon bald zog ich kräftig die ersten Striche in rot, grün und gelb. Dabei machte ich eine seltsame Beobachtung, sobald ich den Pinsel in die Farbe tauchte, fingen die Ängste an, sich aus meiner Seele zu schleichen und fielen auf das Papier. Wenn mir ein Motiv gelang, wurde mein Bauch wunderbar warm. Ich spürte die sachte Veränderung meiner Gefühl zum Positiven, wusste wieder, wie „Freuen“ ging. Und das ist bis heute so geblieben

Dann war „Schreiben“ dran.
Im Jahr 2001 veröffentlichte ich mein erstes autobiographisches Buch „Die andere Freiheit auf Rädern – mein Leben mit der MS“. Es war, als wenn der letzte Trauerschleier von mir fiel. Ein Jahr später folgte „Weg der Tränen – wie Theresa ihr Glück fand“. 2005 erschien der Roman „Alabaster und Gold“, und seit 2008 gibt es meinen ersten Gedichtband zu lesen. Paralel machte ich gerne und oft mit Erfolg bei Schreibwettbewerben / Anthologien mit. Heute kann ich sagen, dass es mich stolz macht, wenn mein Blick auf Sammelbänder im Bücherregal fällt, in denen u.a. auch meine Kurzgeschichten veröffentlicht sind. Ich erinnere mich gerne an die Einladungen, zum Anlass der Ehrungen aus verschiedenen Literaturwettbewerben. Dort lernte ich interessante und liebenswerte Autorenkollegen kennen, zu denen der Kontakt bis heute nicht abgebrochen ist.

Die Malerei habe ich, so die Krankheit es zuließ, nicht vernachlässigt. In öffentlichen Ausstellungen durfte ich meine Bilder präsentieren. Gleichzeitig nahm ich die Gelegenheit wahr, Lesungen aus meinen Büchern und Referate zum Thema „Krankheitsbewältigung“ zu halten. Das lebhafte Interesse zeigte mir, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen hatte. Es gab so viele Leidensgenossen, die für sich Hilfe suchten, ihrem Leben wieder einen Sinn zu geben. Auch Angehörige oder völlig gesunde Menschen waren unter den Zuhörern. So ging es lange und ich war zufrieden mit meinem Leben, weil ich auch anderen helfen konnte mit meinen Hobbys. Dann gab es eine Zwangspause. Es fehlte mir der Mut für irgendeine Tätigkeit. Mein Körper rebellierte und das für lange.

So waren die letzten Jahre aus Krakheitsgründen nicht fruchtbar, und ich konnte meine Hobbies nicht ausüben. Auf Regen folgt bekanntlich Sonnenschein. Das durfte ich hautnah erfahren. Zur Zeit beherrscht mich das Gefühl, ich erhole mich und habe die Kraft sowie den Elan meine geliebte „Schreiberei“ wieder aufzunehmen.