Nordwestzeitung Nr. 139 vom 18. Juni 2009
Mit Rollstuhl im Roten Rathaus
Multiple Sklerose Anita Hermeling berichtet in Berlin über ihr Leben mit MS
“Denken – Fühlen – Malen” hieß das Motto.
Die Linderin saß auf dem Podium
Lindern – Ich bin zu früh krank geworden.” Anita Hermeling hadert nicht mit ihrem Schicksal, erstaunt war sie aber schon. Als sie unlängst beim ersten weltweiten Multiple-Skelrose-Tag zu Gast im Berliner Roten Rathaus war, war sie die einzige im Rollstuhl. “MS” sei zwar unheilbar, aber die Medikamentierung sei verbessert worden, erklärt die 57jährige aus Lindern, die seit Jahrzehnten mit “MS” kämpft. ![]()
In Berlin stellte Hermeling auf Einladung der Organisatorin Susanne Kempf ihre Bilder zusammen mit 25 anderen Künstlern, die auch von der MS betroffen sind, vor und saß auf dem Podium, um über ihr Leben mit “MS” zu berichten. Vor allem darüber, wie sie es meistert. “Denken – Fühlen – Malen”, war das Motto des MS - Tages, und da war Anita Hermeling in ihrem Element, “auch wenn zurzeit das Schreiben im Vordergrund steht: “Stift und Papier habe ich immer dabei”, erzählt sie.
“Gedichte und Bilder”
Zu den neuesten Veröffentlichungen gehört das Büchlein “Gedichte und Bilder”, das in Linderner Geschäften erhältlich ist. Aber auch in der kürzlich im Magdeburger Elbverlag erschienenen Anthologie “Menschen im Glück” ist die Lindernerin vertreten. Autoren aus acht Ländern erzählen dort ihre Geschichten. Hermelings Beitrag ist mit einem ersten Preis ausgelost worden. (Weiterlesen …)