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		<title>&#8220;Freizeit  Woche&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 30 May 2011 18:08:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>anita</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Nr. 21 &#8211; 18.Mai 2011 &#8211; Am 25. Mai ist Welt-Multiple-Sklerose-Tag Thema der Woche: Die Krankheit mit den 1000 Gesichtern hat ein wenig von ihrem Schrecken verloren Am 25. Mai ist Welt-Multiple-Sklerose-Tag Die Diagnose der Multiplen Sklerose (MS) gleicht oft einem Puzzle. Doch selbst wenn der Verdacht sich erh&#228;rtet und Einschr&#228;nkungen wie un&#252;berwindbare Hindernisse erscheinen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><strong>Nr. 21 &#8211; 18.Mai 2011 &#8211; Am 25. Mai ist Welt-Multiple-Sklerose-Tag</strong><br />
Thema der Woche: <strong>Die Krankheit mit den 1000 Gesichtern hat ein wenig von ihrem Schrecken verloren</strong><br />
Am 25. Mai ist Welt-Multiple-Sklerose-Tag<br />
Die Diagnose der Multiplen Sklerose (MS) gleicht oft einem Puzzle. Doch selbst wenn der Verdacht sich erh&#228;rtet und Einschr&#228;nkungen wie un&#252;berwindbare Hindernisse erscheinen, ist ein aktiv gestaltetes Leben in Zuversicht m&#246;glich.<br />
Sie wird nie mehr Wiener Walzer tanzen k&#246;nnen. Denn sie sitzt im Rollstuhl. Doch Anita Hermeling 59) ist ein zufriedener Mensch: &#8220;Weil ich bewusster lebe. Ich wei&#223; das Leben mehr zu sch&#228;tzen als fr&#252;her&#8221;, sagt die dreifache Mutter aus Lindern bei Cloppenburg. Bevor sie zu dieser Einstellung kam, musste sie zun&#228;chst ein schlimmes Tief durchleiden. Begonnen hatte die Talfahrt mit einer Schwarzwaldpuppe auf dem Kamin daheim &#8211; Anita Hermeling sah sie pl&#246;tzlich doppelt. &#8220;Ich dachte zuerst, ich spinne&#8221;, erinnert sich die fr&#252;here Finanzbuchhalterin. Zudem f&#252;hlte sie sich oft so kraftlos. 34 Jahre ist das jetzt her.<a href="http://www.anitahermeling.de/wp-content/uploads/2011/05/PICT69441.jpe"><img src="http://www.anitahermeling.de/wp-content/uploads/2011/05/PICT69441-150x150.jpg" alt="" title="KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA" width="150" height="150" class="aligncenter size-thumbnail wp-image-597" /></a><br />
Wegen der gro&#223;en M&#252;digkeit war sie viele Jahre bei einem Heilpraktiker in Behandlung. Ohne Erfolg. Die Kraftlosigkeit begleitete sie noch lange &#8211; bis sie den Grund daf&#252;r erfuhr. <span id="more-556"></span><br />
Anita Hermeling ist eine von 130.000 Patienten und Patientinnen bundesweit, die nach Angaben der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Multiple Sklerose (DMSG) an Multiple Sklerose (MS) leiden. Es handelt sich dabei um eine entz&#252;ndliche Erkrankung des Nervensystems, die meist im fr&#252;hen Erwachsenalter beginnt.<strong> Die Beschwerden k&#246;nnen individuell sehr unterschiedlich sein.</strong> Zudem sind sie vor allem zu Beginn der Erkrankung so gering ausgepr&#228;gt, dass sie selbst von den Betroffenen nicht immer ernst genommen werden.<br />
Bei Anita Hermeling machten sich mit der Zeit immer mehr Beschwerden bemerkbar, f&#252;r die sie zun&#228;chst Ausreden parat hatte: Taubheitsgef&#252;hle im rechten Arm, Sprachschwierigkeiten, Gleichgewichtsst&#246;rungen. &#8220;Ich hatte einen Drall nach rechts&#8221;, sagt sie. <strong>Das ist nicht untypisch. </strong>&#8220;Auch Missempfindungen, verminderte Sensibilit&#228;t, Sehst&#246;rungen, Blasenst&#246;rungen &#8211; etwa h&#228;ufiges Wasserlassen &#8211; und Gangunsicherheit sind Symptome, die auf MS hinweisen k&#246;nnen&#8221;, wei&#223; Prof. Dr. med. Sebastian Rauer (48). Er ist Neurologe am Universit&#228;tsklinikum Freiburg. Multiple Sklerose, auch &#8220;die Krankheit mit den 1000 Gesichtern&#8221; genannt, ist einer seiner Fachgebiete.<br />
Warum ist der Nachweis von MS so schwierig? &#8220;Die typische, die schubf&#246;rmig verlaufende MS, ist aus meiner Sicht nicht schwer zu diagnostizieren&#8221;, ist der Mediziner &#252;berzeugt. &#8220;Einen einzelnen Test, mit dem Sie MS nachweisen k&#246;nnen, gibt es jedoch nicht.&#8221; <strong>Man m&#252;sse sich die Summe der Befunde angucken, so Prof. Rauer.</strong>Kernspintomographie und Untersuchung des Nervenwassers sind unterst&#252;tzende Methoden, die Hinweise liefern. Das Ergebnis einer Kernspintomographie, die Anita Hermeling wegen einer Untersuchung ihrer Lungen im Dezember 1985 machen lie&#223;, beunruhigte schlie&#223;lich damals den betreuenden Arzt. Auch ihre Gangart fiel ihm auf. Er schickte sie in die Neurologische Klinik nach Quakenbr&#252;ck. Aus dem <strong>Verdacht auf MS</strong> wurde 1986 bittere Realit&#228;t. F&#252;r Anita Hermeling ein Schock: Zuerst wollte sie es nicht wahrhaben&#8221;, erinnert sie sich. Ende 1986, gerade mal mit Mitte 30, musste sie schlie&#223;lich krankheitsbedingt ihre Arbeit als Finanzbuchhalterin aufgeben. Ein Schritt, der ihr sehr schwer fiel. Sie bekam Sch&#252;be. So nennt man das Auftreten von einem oder mehreren Entz&#252;ndungsherden mit entsprechenden k&#246;rperlichen St&#246;rungen und Ausf&#228;llen. <strong>Anita Hermeling hatte starke Schmerzen, bekam Zusammenbr&#252;che, sp&#252;rte ihre Beine nicht mehr.</strong>1990 stand schlie&#223;lich der Rollstuhl vor der T&#252;r. &#8220;Das war das Schwerste. Von da an war ich auf Hilfe angewiesen&#8221;, sagt Hermeling, die fr&#252;her gern tanzte und Kegeln ging, k&#246;rperlich aktiv war. Sie fiel in ein Loch: &#8220;Ich war nicht f&#228;hig, Haushalt und Kindererziehung zu managen. Ich befand mich in einem psychischen Tal&#8221;, sagt sie. Das war eine gro&#223;e Belastung f&#252;r die ganze Familie. Vor allem f&#252;r ihren Mann Hans (62), der sich neben seinem Job um die drei Kinder und den Haushalt k&#252;mmern musste.alt=&#8221;Anita Hermeling ist trotz ihres Handicaps sehr kreativ&#8221;<a href="http://www.anitahermeling.de/wp-content/uploads/2011/05/letzter-Pinselstrich.jpe"><img src="http://www.anitahermeling.de/wp-content/uploads/2011/05/letzter-Pinselstrich-150x150.jpg" alt="Anita Hermeling trotz  Handicap sehr kreativ" title="der letzte Pinselstrich-fertig!" width="150" height="150" class="aligncenter size-thumbnail wp-image-569" /></a><br />
Doch dann gab es eine positive Wende: &#195;&#339;ber eine Freundin kam Anita Hermeling zur Malerei. Zudem begann sie, ihre Gedanken zu Papier zu bringen. Das Malen und Schreiben gaben Anita Hermeling eine neue Lebensperspektive, gaben ihr Halt. &#8220;Wenn ich Pinsel und Farbe vor mir hatte, waren die &#195;&#8222;ngste weg. Sie fielen aufs Papier&#8221;, erinnert sie sich an ihre kreativen Anf&#228;ngezu Beginn der 90er Jahre. Inzwischen nimmt Anita Hermeling &#246;fter an Ausstellungen teil (etwa an der Copaktiv-Ausstellung &#8220;Denken-F&#252;hlen-Malen &#8211; Bilder von Menschen mit MS&#8221;, zu sehen beispielsweise bis 25.05. in der Stadtbibliothek Berliner Platz in Erfurt).<br />
Zudem hat die vierfache Gro&#223;mutter inzwischen schon drei B&#252;cher verpasst (z.B den autobiographischen Titel &#8220;Die andere Freiheit auf R&#228;dern &#8211; mein Leben mit MS&#8221;). Auf ihrer Homepage (www.anitahermeling.de) weist sie darauf hin, dass sie ihre B&#252;cher all jenen gewidmet hat, die eine Krise erlebt haben und &#8220;die eine neue Perspektive suchen&#8221;. Regelm&#228;&#223;ig liest sie aus ihren Texten, h&#228;lt Vortr&#228;ge.<br />
<strong>Sie will anderen Mut machen</strong> Anderen die Angst zu nehmen, das gibt ihr viel. Anita Hermeling ist &#252;berzeugt: &#8220;Ich bin krank geworden, damit ich anderen mit meiner Geschichte Mut machen kann. Ich glaube nicht an Zuf&#228;lle.&#8221;<br />
Fragt sie sich nicht manchmal, warum gerade sie krank wurde? &#8220;Nein, schon lange nicht mehr. Ich habe meine Lebensaufgabe gefunden.&#8221; Und sie kann ihrer Erkrankung noch eine andere positive Seite abgewinnen: &#8220;Auf Umwegen hat sich mein Berufswunsch doch noch erf&#252;llt.&#8221; Denn eigentlich hatte Anita Hermeling Journalistin werden wollen. Heute schreibt sie zwar keine Reportagen, aber Romane und Gedichte. &#8220;Das Schreiben ist f&#252;r mich befreiend&#8221;, sagt die aktive Frau im Rollstuhl. Im Rollstuhl muss Multiple Sklerose heute dank der Forschung, nicht mehr zwangsl&#228;ufig enden. Die Krankheit hat etwas von ihrem Schrecken verloren. Prof. Dr. Rauer ist optimistisch: &#8220;Es werden weitere gute Medikamente auf den Markt kommen. Den meisten neuen Patienten werden wir sagen k&#246;nnen, dass man MS stoppen kann.&#8221; Eine EU-Kommission gab k&#252;rzlich erst gr&#252;nes Licht f&#252;r ein neues orales Medikament. Heilen kann man MS damit nicht, &#8220;aber hemmen&#8221;, so Rauer. Patienten wie Anita Hermeling, die schon mehr als 20 Jahre krank sind, wird diese Tablette nicht helfen. Dennoch ist sie zuversichtlich. Und ihren Rollstuhl sieht Hermeling nicht mehr als Feind. &#8220;Ich komme mit ihm bestens klar. Wir haben uns aneinander gew&#246;hnt.&#8221;<br />
Unter www.aktiv-mit-ms.de finden Betroffene und Angeh&#246;rige Informationen rund um die MS-Erkrankung, ein kostenloses Angebot an Brosch&#252;ren sowie Austauschm&#246;glichkeiten mit anderen Patienten.<br />
Professor Dr. Sebastian Rauer vom Neurozentrum des Universit&#228;tsklinikums Freiburg kennt sich bestens mit dem Krankheitsbild der Multiplen Sklerose aus.<br />
<strong>Freizeit Woche Nr. 21 vom 18. Mai 2011  Heike Schulze-van-Loon</strong></p>

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		<title>&#8220;Denken &#8211; Fühlen &#8211; Malen&#8221; ist nun in Dresden angekommen</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 19:27:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>anita</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Copaktiv &#8211; Tour der Unternehmen Sanofi-Aventis Deutschland GmbH/ Teva Pharma GmbH geht nach erfolgreichen Pr&#228;sentationen 2009 in Berlin, Bonn, Hamburg und Frankfurt im vergangenen Jahr weiter. 2010 wurden die Werke nacheinander schon in Bayreuth, Ravensburg und Bochum gezeigt. Am Mittwoch vergangener Woche gab es wieder ein Highlight. Man schrieb den 02. Juni 2010. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><strong>Die Copaktiv &#8211; Tour der Unternehmen Sanofi-Aventis Deutschland GmbH/ Teva Pharma GmbH</strong> geht nach erfolgreichen Pr&#228;sentationen 2009 <strong>in Berlin, Bonn, Hamburg und Frankfurt</strong> im vergangenen Jahr weiter. 2010 wurden die Werke nacheinander schon in Bayreuth, Ravensburg und Bochum gezeigt.<br />
Am Mittwoch vergangener Woche gab es wieder ein Highlight. Man schrieb den 02. Juni 2010.<br />
Die Wanderausstellung <strong>&#8220;Denken-F&#252;hlen-Malen&#8221;</strong> ist in <strong>Dresden</strong> in der Uniklinik im MS-Zentrum angekommen.<br />
Ich habe mich gefreut, dass ich es geschafft habe, trotz starker gesundheitlicher Beschwerden, an der Vernissage<br />
teilzunehmen.<a href="http://www.anitahermeling.de/wp-content/uploads/2010/06/CIMG1530.jpg" rel="lightbox[542]" title="CIMG1530"><img src="http://www.anitahermeling.de/wp-content/uploads/2010/06/CIMG1530-150x150.jpg" alt="" title="CIMG1530" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-543" /></a> <strong>Susanne Kempf</strong> hat der Ausstellung wieder einmal ein Gesicht gegeben. <span id="more-542"></span>An dieser Stelle m&#246;chte ich ihr meine Hochachtung aussprechen. Sie selber ist auch eine von uns, also eine Leidensgenossin, die trotz ihrer Beschwerden, couragiert Tolles auf die Beine stellt, wie zum Beispiel diese wunderbare Tour. Und nun komme ich auf die Multiple Sklerose zu sprechen. Kurz genannt MS, die Krankheit mit den tausend Gesichtern, fordert uns geradezu auf, dass wir trotz erschwertem Lebensalltag, unsere Gef&#252;hle aufs Papier fallen lassen sollten, weil es hilfreich ist und heilend auf die Seele wirken kann. So zumindest sehe ich es. Niemals soll es hei&#223;en: &#8220;<strong>Anita Hermeling</strong> gibt sich auf.&#8221; Und ich glaube, das kann man von vielen Ms-Patienten sagen. Wir k&#228;mpfen, solange wir die Kraft dazu haben. Pinsel, Farbe und Papier, diese drei Werkzeuge sind es, die uns helfen, diesen Kampf zu f&#252;hren, nicht verbissen, nein mit Routine und Selbstbewusstsein. Der Chefarzt der Klinik freute sich sichtlich &#252;ber die wundersch&#246;nen Bilder im Flur und regte an, demn&#228;chst seine Patienten dazu zu bewegen, auch dieses Hobby zu ergreifen. Wei&#223;e W&#228;nde solle es hier nicht mehr geben. W&#228;nde sind dazu da, viel Buntes zu tragen. Au&#223;erdem birgt jedes Bild seine eigene Geschichte, n&#228;mlich die des K&#252;nstlers und das alleine schon ist es wert, dass es noch viele Ausstellungen dieser Art geben sollte. Ich werde, solange man mich dabei haben m&#246;chte, gerne meine Bilder zur Verf&#252;gung stellen. Dresden war f&#252;r mich eine Reise wert. Warum? Ich habe liebe &#8220;alte&#8221; Mitstreiterinnen getroffen und mich mit ihnen austauschen d&#252;rfen und H&#228;nde gesch&#252;ttelt, die ab jetzt f&#252;r mich Gesicht und Namen haben. M&#252;de aber gl&#252;cklich bin ich zwei Tage sp&#228;ter und nach dem Besuch der Frauenkirche und der Semper Oper mit der Bahn in Begleitung meines Mannes nach Hause gefahren mit all meinen sch&#246;nen Erinnerungen an die Vernissage.<br />
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		<title>Interview in: Aktiv mit MS</title>
		<link>http://www.anitahermeling.de/2010/05/09/interview-aktiv-mit-ms/</link>
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		<pubDate>Sun, 09 May 2010 14:04:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>anita</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Thema des Monats Mai: &#226;&#8364;žIch lasse mich von meinen Erfahrungen inspirieren&#226;&#8364;&#339; 05.05.2010 Anita Hermeling hatte schon als Kind den Traum zu schreiben. Erst viel sp&#228;ter, als ihre MS-Erkrankung sie zwang, ihren Beruf als B&#252;roangestellte aufzugeben, setzte sie diesen lange gehegten Wunsch in die Tat um. 2001 ver&#246;ffentlichte sie ihr erstes autobiographisches Buch &#226;&#8364;žDie andere Freiheit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><strong>Thema des Monats Mai</strong>: &#226;&#8364;žIch lasse mich von meinen Erfahrungen inspirieren&#226;&#8364;&#339;<br />
05.05.2010<br />
<strong>Anita Hermeling</strong> hatte schon als Kind den Traum zu schreiben. Erst viel sp&#228;ter, als ihre MS-Erkrankung sie zwang, ihren Beruf als B&#252;roangestellte aufzugeben, setzte sie diesen lange gehegten Wunsch in die Tat um. 2001 ver&#246;ffentlichte sie ihr erstes autobiographisches Buch &#226;&#8364;žDie andere Freiheit auf R&#228;dern &#226;&#8364;&#8220; mein Leben mit der MS.&#226;&#8364;&#339; Es folgten diverse Romane und ein Gedichtband.<br />
<strong>Frau Hermeling, Sie haben Ihren Jugendtraum, schriftstellerisch t&#228;tig zu werden, schon vor einigen Jahren verwirklicht und sind mittlerweile Autorin von mehreren B&#252;chern. Wie kam es dazu?</strong><br />
Ich war an einem absoluten Tiefpunkt in meinem Leben angelangt. Die Krankheit hatte sich verselbstst&#228;ndigt. Die Angst, mich zu verlieren, wurde gr&#246;&#223;er und gr&#246;&#223;er. Reden mochte und konnte ich mit niemandem mehr. Das war der Augenblick, als ich mich in mein Zimmer verkroch und mir die Finger wund schrieb. Die Wut, die mir die Luft zum Atmen nahm und Bauchschmerzen verursachte, fiel aufs Papier. So f&#252;llte sich eine Seite nach der anderen in meinem Tagebuch. Papier ist geduldig, saugt auf, was man nicht laut zu sagen wagt. Ich klagte Gott und Mitmenschen an mit Worten hart wie Granit. Doch dann, als ich mir endlich alles von der Seele geschrieben hatte, trat die Wende in mein Leben. Ich wurde wieder offen f&#252;r den normalen Alltag, lie&#223; mir von meiner Psychologin bei den ersten Schritten helfen. Sie war es, die mich w&#228;hrend eines Krankenhausaufenthaltes auf die Idee brachte, aus meinen vielen Tageb&#252;chern ein Buch entstehen zu lassen. Ich machte mich daran, meine Lebensgeschichte zu verfassen, weil es sich gut und richtig anf&#252;hlte.<span id="more-524"></span> Noch bevor ich die Klinik verlie&#223;, konnte ich mein komplettes Manuskript an einen Verlag schicken und tr&#228;umte nicht l&#228;nger nur von meinem fertigen Buch.<strong><!--more--><br />
Was inspiriert Sie? Woher nehmen Sie die Ideen f&#252;r neue literarische Projekte?</strong><br />
Ich lasse mich inspirieren von meinen Erfahrungen und t&#228;glichen Beobachtungen. Das Leben um mich herum liefert mir die besten Ideen &#226;&#8364;&#8220; Patientengespr&#228;che im Krankenhaus, im Wartezimmer oder Treffen bei Freunden und im Familienkreis. Auch der Austausch mit anderen Autoren und K&#252;nstlern bringt immer wieder unverhoffte Ideen, um daraus mit Fantasie und Liebe zur Sprache und zum Ausdruck eine Geschichte entstehen zu lassen.<br />
<strong>Was war das f&#252;r ein Gef&#252;hl, als Sie Ihr erstes Buch in den H&#228;nden hielten?</strong><br />
Es war ein ganz besonderer Moment, meinen eigenen Namen schwarz auf wei&#223; auf einem literarischen Werk wahrzunehmen. Ich konnte mein Gl&#252;ck kaum fassen. Und doch gab es noch ein anderes Gef&#252;hl: In mir machte sich die Angst breit, wie dieses Buch bei den Lesern ankommen w&#252;rde. Ich hatte mich &#246;ffentlich ausgezogen, meine Seele lag blo&#223;. Erst als man mir versicherte, dass ich vielen Menschen aus der Seele gesprochen h&#228;tte, dass sie in meinem Buch Kapitel und Passagen entdeckten, die sie wieder aufgerichtet h&#228;tten, legte sich dieses Gef&#252;hl langsam und Freude und Stolz &#252;ber mein erstes Werk &#252;berwogen.<br />
<strong>Dagmar Berghoff hat Sie j&#252;ngst f&#252;r einen Vortrag zum Thema &#226;&#8364;žKrankheitsbew&#228;ltigung&#226;&#8364;&#339; inklusive Lesung nach Hamburg eingeladen. Wie kam es dazu?</strong><br />
Ich glaube nicht an Zuf&#228;lle. Ein Arzt las meine B&#252;cher. Sie gefielen ihm so gut, dass er sie seiner Familie und Freunden zum Lesen weiterreichte. Auch Frau Berghoff, die die Vorsitzende des Freundeskreises des Israelitischen Krankenhauses e.V. ist, erfuhr so davon. Sie lud mich nach Hamburg ein, um dort vor Publikum einen Vortrag zum Thema &#226;&#8364;žKrankheitsbew&#228;ltigung&#226;&#8364;&#339; zu halten und Passagen aus meinen B&#252;chern vorzulesen. Selbstverst&#228;ndlich erkl&#228;rte ich mich einverstanden und kam der Bitte im April nach.<br />
<strong>Viele Autoren berichten von einer therapeutischen Wirkung des Schreibens. W&#252;rden Sie sagen, dass Ihnen das Schreiben bei der Krankheitsbew&#228;ltigung hilft?</strong><br />
Das kann ich uneingeschr&#228;nkt best&#228;tigen! Sobald ich meinen Kummer auf das Papier fallen lasse, f&#252;hle ich mich so, als h&#228;tte ich eine schwere Last abgegeben. Ich lerne, meine Sorgen real einzusch&#228;tzen und &#252;berlasse der Krankheit nicht mehr unn&#246;tig Raum und wertvolle Zeit.<br />
<strong>Was w&#252;rden Sie anderen MS-Betroffenen raten, die davon tr&#228;umen, ein Buch zu schreiben?</strong><br />
Einfach drauf los schreiben! Stil und Ausdruck immer wieder verfeinern. Stets Stift und Papier dabei haben, weil es Situationen gibt, die schnell eingefangen werden m&#246;chten. Keine Angst haben, &#246;ffentlich zu werden, wenn man das Manuskript auf die Reise geschickt hat. Wichtig: Auf keinen Fall verzagen und den Mut verlieren, wenn eine Absage kommt! Wenn man fest an sich glaubt, wird es auch ein eigenes Buch geben.</p>

	<p><strong>Anita Hermeling</strong>, B&#252;rokauffrau und Autorin, ist Mutter von drei Kindern und lebt mit ihrem Mann in Lindern/Oldenburg. Vor rund 30 Jahren zwang die MS sie zum Umdenken. Zun&#228;chst durch die Malerei gewann sie ihr altes Selbstvertrauen zur&#252;ck. Dann er&#246;ffnete ihr das Schreiben eine neue Lebensperspektive. Heute h&#228;lt Anita Hermeling Lesungen und Vortr&#228;ge zum Thema Krankheitsbew&#228;ltigung.<br />
Weitere Informationen zur Autorin sowie die aktuellen Termine ihrer Lesungen finden Sie auf www.anitahermeling.de<br />
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		<title>Anita Hermeling &#8211;  Vortrag im Israelitischen Krankenhaus in Hamburg</title>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 16:04:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>anita</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Mittwoch, den 28.April 2010 Es war meine erste Veranstaltung seit Langem. Krankheitsbedingt war ich gezwungen, meine kreative Phase zu unterbrechen. Und so stellte sich bei mir starkes Lampenfieber ein, als ich in Begleitung meines Mannes die Autobahnabfahrt erreichte, die mich zum Israelitischen Krankenhaus f&#252;hrte. Ich kontrollierte ein letztes Mal meine Tasche. &#8220;Alles dabei? Nichts vergessen?&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Mittwoch, den 28.April 2010</p>

	<p>Es war meine erste Veranstaltung seit Langem. Krankheitsbedingt war ich gezwungen, meine kreative Phase zu unterbrechen. Und so stellte sich bei mir starkes Lampenfieber ein, als ich in Begleitung meines Mannes die Autobahnabfahrt erreichte, die mich zum Israelitischen Krankenhaus f&#252;hrte. Ich kontrollierte ein letztes Mal meine Tasche. &#8220;Alles dabei? Nichts vergessen?&#8221; Aufatmen und ein befreiender Seufzer lie&#223;en mich ruhiger werden. Wir kamen an bei herrlichem Sonnenschein und setzten uns auf die Bank vor dem Krankenhaus. Ganz relaxed hatte ich den Eingang im Auge. Eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung hie&#223; <strong>Dagmar Berghoff</strong> und Willkommen. Mein Mann schob mich in den Raum. Hell und freundlich zeigte er sich mir. Mein Blick streifte die leeren St&#252;hle. W&#252;rden sie besetzt sein, wenn ich meinen Vortrag beginnen w&#252;rde. Diese Sorge trage ich fast immer in mir und werde dann meisten angenehm &#252;berrascht. So auch dieses Mal. Der Raum f&#252;llte sich nach und nach. Das ist sch&#246;n, das macht mir Mut! Dann wei&#223; ich, es besteht Interesse an meinem Vortrag, an dem, was mir auf dem Herzen liegt.<br />
Verwaltungsdirekter <strong>Volker Kr&#252;ger</strong> er&#246;fnete offiziell die Veranstaltung. Er freute sich &#252;ber die vielen G&#228;ste und war selber ein wenig aufgeregt. Ich fragte mich:<strong> &#8220;Warum eigentlich? Reicht doch, wenn ich es bin.&#8221;</strong> Insgeheim freute ich mich, einen Verb&#252;ndeten zu haben. Dann begr&#252;&#223;te<strong> Dagmar Berghoff </strong> mich. <a href="http://www.anitahermeling.de/wp-content/uploads/2010/05/121.jpg" rel="lightbox[504]" title="121"><img src="http://www.anitahermeling.de/wp-content/uploads/2010/05/121-150x150.jpg" alt="" title="121" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-505" /></a>Sie erz&#228;hlte, dass sie mich in meinem Zuhause in Lindern  aufgesucht h&#228;tte im Sommer letzten Jahres und mich eingeladen h&#228;tte, die Lesung im Israelitischen Krankenhaus zu halten. Es h&#228;tte ihr bei uns gefallen und ich konnte merken, dass sie auch meinte, was sie hier vortrug. Dann &#252;bergab sie mir das Wort. Und pl&#246;tzlich fiel mir alles leicht. Ich war im Hier und Jetzt. Mein Vortrag, der nat&#252;rlich meinen Weg der Krankheitsbew&#228;ltigung beschrieb, aber auch Raum bot f&#252;r eigene Gedanken zur Problembew&#228;ltigung, kam an. <strong>Frau Berghoff</strong> meinte hinterher und sie r&#228;usperte sich dabei. Man finde sich oft selber wieder. Und genau das ist es, was ich mir w&#252;nsche. Dann wei&#223; ich, so f&#252;hlt es sich auch f&#252;r mich richtig an. Und dann darf ich nicht vergessen, es gab auch eine Vernissage. Meine Bilder, die ich in Acryl malte, gaben meine positive Grundstimmung wieder und ich freute mich &#252;ber die positive Beurteilung der Kunstkenner. <a href="http://www.anitahermeling.de/wp-content/uploads/2010/05/132.jpg" rel="lightbox[504]" title="132"><img src="http://www.anitahermeling.de/wp-content/uploads/2010/05/132-150x150.jpg" alt="" title="132" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-518" /></a> M&#252;de aber sehr positiv eingestellt verlie&#223; ich nach dem Genuss der Fingerfoodangebote und der vielf&#228;ltigen und anregenden Gespr&#228;che mit den G&#228;sten und Gastgebern das Haus Richtung Hotel. <strong>&#8220;Die Unruhe und das Lampenfieber vorher muss wohl sein, damit es ein Erfolg wird&#8221;</strong>, dachte ich vor dem Einschlafen.</p>

	<p><a href="http://www.anitahermeling.de/wp-content/uploads/2010/05/151.jpg" rel="lightbox[504]" title="151"><img src="http://www.anitahermeling.de/wp-content/uploads/2010/05/151-150x150.jpg" alt="" title="151" width="150" height="150" class="alignright size-thumbnail wp-image-521" /></a><!-- PHP 5.x --></p>
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